Die Österreichischen Meisterschaften 2026 sind geschlagen – und sie haben geliefert, was sich Fans, Trainer*innen und Athlet*innen erhofft hatten: Emotionen, klare Signale in Richtung Europameisterschaften in Sheffield und wichtige Formchecks für Olympia in Milano Cortina.
Während die TIWAG Arena mit ihrem „gläsernen Eispalast“-Flair den perfekten Schauplatz bot, nutzten Österreichs Top-Athlet*innen die Bühne für starke Leistungen und eindrucksvolle Geschichten.

Flora Schaller – starkes Comeback nach Verletzungspause
Für Flora Schaller war der Auftritt in Innsbruck weit mehr als nur eine Meisterschaft: Es war ihr erster Wettkampf seit Anfang September, nachdem sie verletzungsbedingt mehrere Monate pausieren musste. Ihr letzter internationaler Start datierte vom Junior Grand Prix in Varese.
Die 19-jährige Salzburgerin präsentierte sich bei den Österreichischen Meisterschaften dennoch bemerkenswert stabil – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie erst seit rund einer Woche wieder vollumfänglich Sprünge im Training absolvieren kann. Mit sauberer Technik, einer bewusst angepassten Risikostrategie und starker Wettkampfpräsenz setzte sie ein klares Zeichen für einen gelungenen Wiedereinstieg in die Saison.
„Auf dem Podium der Staatsmeisterschaften zu stehen, ist immer etwas Besonderes. Nach der Verletzung bedeutet es mir umso mehr. Wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen, aber ich arbeite nun weiter am Wiederaufbau, um in der zweiten Saisonhälfte wieder zu meiner gewohnten Leistung zurückzufinden“, erklärte Schaller nach ihrem Auftritt.
Sieg im Paarlauf-Duell & Ticket nach Sheffield
Das emotional und sportlich hochgeladene Paarlauf-Duell zwischen den beiden Salzburger Paaren war einer der Höhepunkte der Meisterschaften. Seit Saisonbeginn lieferten sich Sophia Schaller & Livio Mayr sowie Gabriella Izzo & Luc Maierhofer ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den österreichischen Startplatz für die Europameisterschaften in Sheffield.
Izzo / Maierhofer gingen mit einem komfortablen Vorsprung von rund 25 Punkten im internationalen Saisonranking in die Staatsmeisterschaften – ein Vorteil, den sie in Innsbruck bestätigen konnten.
„Wir wussten, dass heute jeder Punkt zählt“, sagte Gabriella Izzo nach dem Wettkampf. „Wir sind stolz, dass wir unsere beste Leistung gezeigt haben – besonders in so einem engen Duell.“
Das Endergebnis des Duells
Endergebnis Paarlauf:
- Izzo / Maierhofer – 172,68 Punkte
- Schaller / Mayr – 157,55 Punkte
Damit sichern sich Izzo / Maierhofer nicht nur den Staatsmeistertitel, sondern auch das Startrecht für die Europameisterschaften 2026 in Sheffield. Für beide bedeutet dieser Erfolg einen wichtigen Schritt in einer Saison, in der sie international bereits starke Akzente gesetzt haben.
Zweite Saisonhälfte: Das Duell geht weiter – Richtung WM in Prag
Mit der Entscheidung für Sheffield ist jedoch nur der erste Akt dieser Saison geschrieben.
In der zweiten Saisonhälfte werden die Karten neu gemischt: Für die Weltmeisterschaften in Prag Ende März treten beide Paare erneut in ein sportliches Duell. Die Leistungen der kommenden Wettkämpfe werden bestimmen, welches Team Österreich auf der Weltbühne vertritt – ein spannender, offener Kampf, der das Niveau im österreichischen Paarlauf weiter anhebt.
Persönliche Bestleistung im Junioren Paarlauf
Mit einer persönlichen Bestleistung von 120.01sicherten sich Paola Jurisic & Michail Savenkov aus Salzburg ihren zweiten Juniorenmeistertitel. Das erfolgreiche Abschneiden gibt dem Paar zusätzlichen Rückenwind auf dem Weg zur Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaften.
